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die chronik der datenpannen

Alle Datenpannen von März 2009

Abwracklecks

30.03.2009

Die Abwrackprämie hatte schon im Januar das Potential, zum Unwort des Jahres erklärt zu werden. Nun überschattet das Ganze auch noch die Folgen einer übereifrigen Umstellung des Beantragungsverfahren. Anstelle von Papierformularen wird die Subventionierung muß nun online getätigt werden. Und diese Umstellung erfolgt nicht reibungsfrei: durch massive Performanceprobleme gibt es ebenso eine Datenpanne.

Dabei erhalten Antragsteller eine E-Mail zur Bestätigung, an der ein PDF-Dokument angehangen ist. Jedoch in mehreren Fällen handelt es sich um die Bestätigung einer anderen Person. Zu den angegeben Daten gehören Wohn- und E-Mailadresse sowie Angaben zum Fahrzeug (Typ, Fahrgestellnummer sowie Typ und Schadstoffklasse des Neuwagens). Betroffen von der Panne sind ca. 200 Antragsteller.

Anzumerken sei noch, daß die Beantragung unverschlüsselt (ohne HTTPS) erfolgt.

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Wenn Callcenter Subunternehmer beauftragen

28.03.2009

Kabel Deutschland wollte Kunden gewinnen und hat Kundendaten verspielt. Bei einer groß angelegten Telefonakquise beauftragte das Unternehmen Anrufzentralen, welche wiederum Subunternehmer zur Bewältigung des Großauftrages einsetzten. Dabei gerieten die Kundendaten auch an „dubiose” Anrufzentralen, möglicher Datenhandel nicht ausgeschlossen. Im Mittelpunkt der Kritik steht die Condor Media AG. Diese räumt Fehler ein, insbesondere wurde kein Zugriff auf die Anrufcomputer eingeräumt, sondern Excel-Listen mit vollständigen Kundendaten weitergegeben – jedoch ohne Bankverbindung.

Als erste Maßnahme hat Kabel Deutschland Verträge mit „auffälligen Dienstleistern” gekündigt und erlaubt in neuen Dienstverträgen „keine Beschäftigung von Subunternehmen”, natürlich mit ausdrücklicher Genehmigung von Ausnahmen. Wie in dem Kontext der Satz in der Wirtschaftswoche zu verstehen sein mag, überlassen wir dem Betrachter:

Um Datenklau zu erschweren, ist eine Weitergabe von Daten nicht mehr erlaubt.

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Personaldaten aus NYPD geklaut

05.03.2009

Mit einem abgelaufenen Betriebsausweis verschaffte sich ein Dieb Zugang zu Datenbändern der New Yorker Polizei. Er entwendete die Backupbänder, welche Namen, Adressen, Sozialversicherungsnummern, Kontonummern und Krankenakten enthielten. Der Dieb war Mitarbeiter beim Pensionsfond, an dem auch die New Yorker Polizisten teilhaben. Betroffen sind insgesamt 80.000 Mitarbeiter und ehemalige Mitarbeiter des Police Departments.

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