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die chronik der datenpannen

Alle Datenpannen von Juni 2009

US-Rüstungsvertrag auf Müllhalde in Ghana

24.06.2009

Das gewöhnliche an diesem Fall ist, dass sensitive Datenträger nicht ordnungsgemäß entsorgt wurden. Was diesen Fall ungewöhnlich und interessant macht ist die Tatsache, dass Studenten der University of British Columbia in Ghana eine Festplatte gekauft haben, die ihrem Inhalt nach dem US-amerikanischen Rüstungsunternehmen Northrop Grumman zugeschrieben werden kann.

Die Studenten recherchierten, wie Elektronikschrott entsorgt wird. Der Datenträger den sie auf einem Markt nahe eines Areals, an dem Elektronikschrott verbrannt wird, erworben hatten enthielt unter anderem einen Vertrag zwischen Pentagon, US-Innenministerium und dem Rüstungskonzern.

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Fördergelder aus Konjunkturpaket veröffentlicht

21.06.2009

Die Bezirksregierung des Münsterlandes (NRW) hat versehentlich eine Liste mit Krankenhäusern veröffentlicht, die Fördermittel aus dem zweiten Konjunkturförderungsprogramm der Bundesregierung erhalten. Bekannt wurden auch die Förderbeträge, woraus sich Rückschlüsse auf die Wirtschaftlichkeit und Finanzkraft einzelner Kliniken ziehen lassen.

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Märkische Kliniken: Patientendaten verschlampt

03.06.2009

Ein Krankenhaus in Lüdenscheidt vermisst bereits seit längerem eine Festplatte mit vertraulichen Patientendaten. Nun hatte ein aufmerksamer Bürger eine mobile Festplatte in der Lüdenscheidter Innenstadt entdeckt, die der Klinik zuzuordnen war und Patientendaten enthielt. Jedoch stellte sich heraus, dass es sich dabei nicht um die gesuchte Festplatte handelte. Besonders pikant: Es ist schonwieder unbekannt, wo sich die Festplatte befindet.

Vermisst werden jetzt also zwei unverschlüsselte Platten mit Patientendaten. Da es sich bei dem kürzlich gefundenen Datenspeicher um eine USB-Festplatte handelte, die ein Arzt häufig für Vorträge nutzte ist zu befürchten, dass darauf sogar Daten ohne Einverständnis der Patienten gespeichert waren.

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Trojanisches Pferd bei Aviva

03.06.2009

Bei einer US-Tochter des britischen Versicherungskonzerns Aviva wurden die Daten von rund 550 Versicherten ausgespäht. Dazu zählen Namen, Adressen und Sozialversicherungsnummern. Vermutlich hatte man sich ein trojanisches Pferd eingefangen, welches vermutlich die Passwörter der Mitarbeiter ausspioniert hatte.

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USA: Report über Atomanlagen im Internet

01.06.2009

Wie die Federation of American Scientists aufdeckte wurde auf der Internetseite der Bundesdruckerei der USA ein streng vertraulicher Bericht über Atomanlagen des Landes veröffentlicht. Das 266-seitige Dokument enthielt unter anderem Landkarten, in denen die Treibstofflager für Atomwaffen verzeichnet sind. Vollkommen geheime Standorte sollen jedoch nicht darunter sein. Experten behaupten, dass von dem Leck keine erhöhte Gefahr ausgehe.

Den kompletten Bericht gibt es bei Wikileaks zum Download.

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