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die chronik der datenpannen

Alle Datenpannen, die von Deutsche Bundesbehörden (mit)verusacht worden sind, in denen es um Personaldaten geht

Finanzamt München veröffentlicht versehentlich Aufsichtsratsgehälter

29.10.2009

Ein Steuerprüfer des Münchener Finanzamts veröffentlichte versehentlich die Gehaltsabrechnungen von 39 Aufsichtsratsmitgliedern der Münchener Stadtwerke.

Der Prüfer beabsichtigte einige Dokumente per E-Mail zu versenden. Durch ein Missgeschick ging die Mail allerdings nicht an seine Kollegen, sondern an einen firmeninternen Verteiler der Stadtwerke. Die Abrechungen wurden dadurch einem großen Teil der Mitarbeiter der Stadtwerke zugänglich.

Die Steuerbehörde hat sich inzwischen für die unbeabsichtigte Transparenz entschuldigt.

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Bilanz: Verluste von Speichermedien beim Bund

16.04.2008

Auf eine Kleine Anfrage von Abgeordneten der FDP-Fraktion im Bundestag zu Computerverlusten bei Bundesbehörden antwortete die Bundesregierung:

Eine zentrale Statistik der Computer- und Datenträgerverluste der Bundesbehörden wird nicht geführt. Soweit in der Kürze der Zeit ermittelbar, sind in den Jahren 2005 bis 2007 in deutschen Bundesbehörden rd. 189 stationäre Personalcomputer, rd. 326 tragbare Computer (Notebooks), rd. 38 Memorysticks, CDs und DVDs sowie rd. 271 Mobilfunktelefone und Taschencomputer (Handheld-Organizer) gestohlen worden, abhanden gekommen bzw. unauffindbar. [...] Bei rd. 60 Prozent der in Absatz 1 genannten Fälle (ohne Mobilfunktelefone und Taschencomputer) wurden Disziplinarermittlungen durchgeführt und/oder strafrechtliche Ermittlungen aufgenommen.

Bei den verlorengegangenen Daten handelte es sich laut Bundesregierung meist um öffentliche Daten.

Ein gestohlener Laptop des Bundesamtes für den Zivildienst enthielt auf der verschlüsselten Festplatte bis zu 1200
Adressdaten von Zivildienstleistenden einer Betreuungsregion. In einem weiteren Fall befanden sich auf einem USB-Stick des Statistischen Bundesamtes anonymisierte Veranlagungsdaten der Einkommenssteuer von 2001. In 5 Fällen enthielten Datenträger des Bundesministeriums der Verteidigung Informationen der Einstufung VS-VERTRAULICH und höher. In diesem Zusammenhang wird derzeit ermittelt. In wenigstens einem Fall waren auch personenbezogene Informationen betroffen.

Der Wert der gestohlenen Geräte wurde mit insgesamt rund 540000 Euro beziffert. Der Sprecher des Bundesdatenschutzbeauftragten sagte der Bild-Zeitung:

Die Vorfälle zeigen, wie wichtig eine Meldepflicht für solche Datenverluste ist, damit wir ermitteln können.

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