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die chronik der datenpannen

Warum E-Mail-Verteiler nutzen?

19.10.2005

Ein besonderes Gespür für Datenschutz scheint man an der britischen University of Wolverhampton nicht zu haben. Obwohl es für die einzelnen Fachbereiche E-Mailverteiler gibt, werden diese teilweise vom Lehrpersonal nicht genutzt. Nicht selten werden da E-Mails an drei- oder gar vierstellige Empfängerzahlen gesendet – wie im zitierten Beispiel vom 19.10.2005.

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40 Millionen Kreditkartendatensätze erbeutet

18.06.2005

Hacker haben beim amerikanischen Kreditkartenhersteller und Abrechnungsdienstleister Card-Systems Solutions bereits im Mai vierzig Millionen Kundendatensätze erbeutet. Betroffen sind ungefähr dreizehn Millionen MasterCard-Kunden, sowie Kunden von VISA und anderer kleinerer Kreditkartenorganisationen.

Die gestohlenen Daten laden zum Identitätsdiebstahl ein, obwohl sie angeblich zumindest keine Sozialversicherungsnummern und Geburtsdaten enthalten. So wurden zahlreiche Phising-Mails versand, in denen die Nutzer aufgerufen wurden auf gefälschten MasterCard-Internetseiten ihr Profil zu vervollständigen.

Die Welt schreibt:

Die Daten können Betrüger dazu nutzen, eine andere Identität anzunehmen, Konten zu eröffnen und Schulden zu machen. Häufig dauert es Monate, bis die Betroffenen bewiesen haben, daß sie Schulden oder Käufe nicht selbst gemacht haben.

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Citigroup-Kundendatensätze

07.06.2005

Am 2. Mai 2005 gingen bei der Citigroup Magnetbänder auf Reisen, von denen zwei nicht beim Empfänger in Texas angekommen sind. Transportiert werden sollten sie mit UPS. Aufgrund häufender Datendiebstähle sollten strengere Sicherheitsbestimmungen gelten, die aber teilweise nicht angewendet worden. So sollte jedes Paket seperat gescannt – und nicht pauschal über einen Frachtbrief.

Auf den Bändern waren unverschlüsselte Daten von mehr als 3,9 Mio Kunden der Citigroup. Neben dem Namen waren Adressen, Sozialversicherungsnummern, Kontonummern, Kontobewegungen und Kreditinformationen gespeichert.

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Personaldaten bei TimeWarner

03.05.2005

Bei einem Transport von Backup-Bändern zwischen der Time-Warner-Zentrale in Manhatten und einem Lager in New Jersey sind vierzig Datenbänder verloren gegangen. Der Sicherheitsunternehmen „Iron Mountain” verlor den Container beim Umladen aus den Augen – so die Presse.

Auf den Bändern waren vertrauliche Informationen zu rund 600.000 Personen, darunter auch alle 85.000 Beschäftigten. Gespeichert waren unter anderem Name und Sozialversicherungsnummer. Time Warner will den Betroffenen ein Kredit-Monitoring bezahlen.

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Kreditkartendaten aus dem Schuhgeschäft

19.04.2005

Unbekannte haben Kreditkartendaten von mehr als 1,4 Mio Kunden der amerikanischen Schuhladenkette „DWS Shoe Warehouse” gestohlen. Betroffen sind Kunden, die im Zwitraum von November 2004 bis Februar 2005 in 108 (von insgesamt 178) Filialen mit einer Karte bezahlt haben.

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Einbruch bei LexisNexis

13.04.2005

Der Online-Dienstleister LexisNexis hat eingeräumt, daß Unbekannte beim Tochterunternehmen Seisint insgesant 59 Mal in die Datenbank eingedrungen sind. Dabei entwendeten sie mehr 310.000 Datensätze mit Namen, Adressen, Sozialversicherungsnummer und Führerscheindaten. Das Unternehmen führt Daten über Vorstrafen, Aktenkundigkeit bei Gerichten und Zahlungsversäumnisse für Immobilienmakler (Mieter), Firmen (Bewerber) und Geldinstitute (Kreditwürdigkeit).

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Backup-Tapes von US-Bundesbehörden

26.02.2005

Die Bank of America hat bei einem Transport von Backup-Tapes zwischen zwei Filialen einige Bänder mit Kreditkartendaten verloren. Auf den Tapes waren Kreditkartendaten von rund 1.2 Mio Mitarbeitern der US-Bundesbehörden, unter ihnen auch einige Senatoren und das Verteidigungsministerium.

Die Bank bestägit den Verlust:

a small number of computer data tapes were lost during shipment to a backup data center. The missing tapes contained U.S. federal government charge card program customer and account information.

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Telefontarif für ungeliebte Nachbarn buchen

23.02.2005

Auf der Internetseite der Deutschen Telekom kann man sich mit Telefonnummer und Kundennummer oder alternativ mit Telefonnummer und Bankverbindung in sein (oder besser: ein) Kundenprofil einloggen.

Da viele Menschen ihre Telefonnummer und Bankdaten z.B. auf Geschäftsbriefen zusammen weggeben ist es leicht möglich deren Kundendaten, wie Adresse, Tarif und Anschlussart herauszufinden. Außerdem können über den Online-Zugang Zusatztarife gebucht werden.

Die Möglichkeit sich per Bankdaten im Telekom-Portal anzumelden wurde für mehr Kundenfreundlichkeit eingerichtet und stört die Telekom nicht im geringsten.

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Tchibo verkauft Kundendaten

06.11.2004

Der Kaffeeröster Tchibo versichert in seinem Online-Shop Kundendaten nicht an Dritte weiterzugeben. Trotzdem werden die Daten über die Firma Arvato / AZ Direct verkauft.

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Adresse vom Frauenhaus

09.09.2002

Die Adresse eines Frauenhauses bei Tübingen enthielt bei der Deutschen Telekom einen Sperrvermerk – zum Schutz der dortigen Frauen und Kinder. Über 20 Jahre war es der Einrichtung gelungen, die eigentliche Adresse geheim zu halten – bis der Deutschen Telekom eine kleine Panne passierte. Die Adresse gelangte sowohl ins Internet als auch ins gedruckte Telefonbuch.

Die Konsequenz ist: die Sicherheit der Bewohnerinnen und der Aktiven ist nicht mehr gewährleistt, somit mußte die ganze Einrichtung sofort schließen. Die Bewohnerinnen wurden in andere Frauenhäuser bzw. speziell angemietete Privatwohnungen umquartiert. Das Haus, in dem unter anderem 150.000 Euro investiert worden, steht zum Verkauf an.

Die Telekom sieht der Panne gelassen entgegen, „eine Veröffentlichung geheimer Daten [gehöre] zum Lebensrisiko”.

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