Alle Datenpannen aus Deutschland, in denen es um Persönliche Angaben geht
14.01.2012
Angreifer haben die Logindaten des Forums der Homepage von FSV Mainz 05 abgegriffen. Das Forum wird von einem Dienstleister betrieben, der sich nun Vorwürfen ausgesetzt sieht die Nutzer zu spät über den Angriff informiert zu haben. Dieser soll bereits Ende 2011 im Rahmen des Chaos Communication Congress des CCC erfolgt sein, so die Frankfurter Rundschau. Allerdings werden solche Hacks üblicherweise sofort dem Betroffenen bekannt gemacht, damit dieser die Sicherheitslücke reparieren kann, denn in der Hackerethik des CCC heißt es unter anderem:
- Mülle nicht in den Daten anderer Leute.
- Öffentliche Daten nützen, private Daten schützen.
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11.01.2012
Nachdem erst kürzlich im holsteinischen Eutin Kinder von der Bundeswehr angeschrieben wurden, wiederholte sich der Vorfall jetzt in Sachsen. Statt der Anschriften des Geburtenjahrgangs 1994 übermittelten die Einwohnermeldeämter der Gemeinden Kriebstein und Altmittweida die Adressen aller seit dem geborenen Kinder an das Kreiswehrersatzamt nach Dresden. Der Kreis der mit Werbepost Beglückten erhöhte sich so von 184 auf 570 Personen.
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24.12.2011
Für eine E-Mail an die Vereinsmitglieder nutzte ein Arminia-Mitarbeiter leider nicht die Blindkopie-Funktion (BCC). Dadurch offenbarte er 1.455 Mailadressen. Der Verein entschuldigte sich in einer weiteren Mail für das Malheur. Die Neue Westfälische zitiert Rena Tangens vom FoeBuD: „Wenn die Adressen bestimmten Leuten zuzuordnen sind, könnten diese jetzt ungebetene Post bekommen oder in Spam-Verteilern eingetragen werden.“
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19.12.2011
Die Dr. August Oetker Nahrungsmittel KG hat wie viele Großunternehmen ein Onlinestellenportal, in dem sich Bewerber anmelden können um ihre Qualifikationen zu präsentieren und sich auf bestimmte Stellen zu bewerben. Um die Nutzer über eine geänderte Datenschutzerklärung zu informieren wurden diese angemailt, nur leider nicht als Blindkopie. Im Empfängerfeld der E-Mail standen etwa 200 Mailadressen, überwiegend mit Klarnamen, bevor der Versand gestoppt werden konnte. Das Unternehmen entschuldigte sich für die Panne.
Die Adressen der Bewerber sind deshalb so sensible Informationen, weil sich viele Menschen auch aus einem bestehenden Arbeitsverhältnis heraus bei einem anderen Arbeitgeber bewerben.
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14.12.2011
Das Einwohnermeldeamt der Stadt Eutin in Ostholstein hat versehentlich falsche Daten an die Bundeswehr gemeldet. Normalerweise erhält diese die Adressen von 17-jährigen um bei diesen Werbung für eine Karriere bei der Bundeswehr zu machen (bzw. früher um sie zur Musterung vorzuladen). Diesmal wurden allerdings versehentlich auch Daten von jüngeren Kindern übermittelt. Das Rathaus entschuldigte sich für die Datenpanne.
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13.12.2011
Cracker hatten sich Zugriff auf die Datenbank des Online-Immobilienanbieters Immobilienscout24 verschafft. Sie erlangten dabei Kenntnis von Namen, Kontaktdaten und internen Registrierungsnummern. Laut Betreiber handelt es sich bei den Kontaktdaten nur um solche, welche auch über das Webportal an den jeweiligen Immobilienangeboten sichtbar sind. Trotzdem rät Immobilienscout24 seinen Kunden dazu, das Passwort zu ändern.
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25.11.2011
Wie durch eine anonyme Mitteilung an die Duisburger Verkehrs- und Versorgungsgesellschaft, ein städtisches Unternehmen, zu dem die Verkehrsgesellschaft von Duisburg (DVG) gehört, bekannt wurde, waren Personaldaten über das Intranet für alle DVG-Mitarbeiter zugänglich. Zu den Daten gehörten unter anderem Krankmeldungen und Zwischenzeugnisse.
Wie sich herausstellte sollen die Daten jahrelang als Pausenbelustigung unter den Kollegen gedient haben. Die DVG hat etwa 800 Beschäftigte.
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24.11.2011
Unbekannte haben die Daten von Kunden des Fanshops von Borussia Mönchengladbach kopiert. Das Unternehmen, welches den Fanshop im Auftrag des Sportvereins betreibt hat die Betroffenen darüber informiert. Die Kundendaten enthalten E-Mailadressen und Postanschriften. Von 30 Personen sind außerdem die Bankdaten entwendet worden.
Bemerkt wurde der Einbruch in das System, als ein Borussia-Mitarbeiter eine entsprechende Phishing-Mail erhielt.
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13.11.2011
Ein Brief von der Gerichtskasse Düsseldorf, welcher eigentlich ans Amtsgericht Oberhausen gehen sollte gelangte nie dort an. Soweit so schlecht. Allerdings landete die Post in einem Privatbriefkasten. Der Umschlag enthielt 93 Rechnungen der Gerichtskasse an Immobilienkäufer mit sensiblen Daten von Banken, Firmen und Vereinen aus der Region Oberhausen.
Der Brief war vermutlich an die falsche Adresse gelangt, da sich darin auch eine Rechnung an den Empfänger befand, welche im Sichtfenster zu sehen war.
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09.11.2011
In Schwarzenbek bei Hamburg hat ein Passant einen halben Meter Anwalts-Akten in einem Altpapiercontainer entdeckt. Bei den nicht sachgerecht entsorgten Dokumenten handelte es sich unter anderem um Berichte von Detekteien, Haftanträge und Schreiben mit Angaben über die finanzielle Situation von Beklagten.
Die Akten stammen aus verschiedenen Verfahren, die über das Bundesgebiet verteilt sind. Vermutlich ist der Verursacher also nicht bei einer einzelnen Anwaltskanzlei zu suchen. Das Unabhängiges Landeszentrum für Datenschutz Schleswig-Holstein hat in dem Fall Ermittlungen aufgenommen.
Eine Rechtsanwältin kommentiert in der lokalen Zeitung treffend:
Datenschutz ist ein Wettbewerbsvorteil. Jeder entscheidet selbst, ob der eigene oder der der Konkurrenz.
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