Alle Datenpannen mit dem Suchbegriff »foto«, die von Holtzbrinck (mit)verusacht worden sind, in denen es um Persönliche Angaben geht
28.10.2009
Offensichtlich gab es im SchülerVZ einige Sicherheitsprobleme, die mehrfach zum Abgreifen größerer Datenmengen geführt haben. Markus Beckedahl von netzpolitik.org wurde nun erneut eine Datenbank zugespielt. Sie enthält Namen und Geburtsdaten von 118.000 Berliner Schülern. Die Datenfelder Name und Geburtsdatum wurden nur exemplarisch gewählt, um zu zeigen, dass der Angriff auch als „privat“ eingestellte Daten enthüllt. Theoretisch hätten auch Datenfelder wie Schule, Wohnort, Beziehungsstatus, politische Einstellung, Geschlecht oder das Foto ausgelesen werden können, obwohl VZnet weiter behauptet, es wäre nicht möglich private (nur für Freunde sichtbare) Daten auszulesen.
Das Crawling erfolgte über die Suche des Netzwerks. Hier können verschiedene Profildaten eingegeben werden. Als Suchergebnis werden auch Profile von Nutzern angezeigt, welche die jeweiligen Daten auf „privat“ eingestellt haben. Die Datensätze wurden zur Beweissicherung dem Bundesverband der Verbraucherzentralen (vzbv) und dem Berliner Datenschutzbeauftragten, Alexander Dix, übergeben. Dix sprach im Zusammenhang mit dieser Datenpanne von einer „völlig neuen Qualität“. Da alle drei Plattformen der VZnet-Gruppe auf dem selben System basieren ist zu befürchten, dass „private” Daten auch schon bei MeinVZ und StudiVZ ausgelesen wurden.
Der Cracker, der die Daten ausgelesen hatte, betonte indes, dass er diese nicht für kriminelle Zwecke nutzen oder veröffentlichen möchte, es gehe ihm lediglich darum auf die bestehenden Sicherheitslücken aufmerksam zu machen. Bereits vor zwei Wochen waren mehrere Datenbanken mit persönlichen Daten aus den drei VZs aufgetaucht.
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19.10.2009
Die Pannenserie bei den VZnet-Netzwerken setzt sich fort. Spreeblick schreibt, dass es über die mobile Version von StudiVZ möglich ist auch Fotos einzusehen, für die man keine Berechtigung hat. Das heißt jeder Nutzer kann über sein Smartphone Fotos einsehen, die ein anderer Benutzer in seinem „privaten“ Bereich hat.
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16.10.2009
Wie das Blog netzpolitik.org berichtet, löscht SchülerVZ Fotos nicht vom Server, wenn der Nutzer die Option „Löschen“ wählt. Links zu den Bildern behalten weiterhin ihre Gültigkeit. Das allein wäre nicht unbedingt ein Problem. Allerdings richtet sich das Netzwerk an junge Nutzer, welche erwarten können sollten, dass „löschen“ auch tatsächlich löscht, oder wie es SchülerVZ in seiner FAQ behauptet: „Wenn du etwas löschst, ist es auch weg. Und das komplett!“
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21.11.2006
Über leicht manipulierte URLs war es möglich mehr Daten privater Profile der Studentenplattform einzusehen, als von StudiVZ zunächst angegeben. Laut FAQ sollten Profile mit denen man nicht befreundet ist nur Foto und Namen sehen, sofern das eigene Profil auf „privat” – bzw. auf „schüchtern” um im StudiVZ-Jargon zu sprechen – eingestellt ist. Die Sicherheitslücke wurde mittlerweile behoben.
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