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die chronik der datenpannen

Alle Datenpannen von March 2012 mit dem Suchbegriff »3«, in denen es um Finanzdaten geht

Britischer Hacker sammelt mehrere Millionen persönliche Daten

31.03.2012

Ein 23-jähriger Hacker aus York war in den Jahren 2010 und 2011 schrittweise an mehrere Millionen personenbezogene Daten gelangt. Er hatte Trojanische Pferde, wie ZeuS und SpyEye sowie selbst programmierte Python-Skripte genutzt, um Nutzer auszuspionieren und Firmennetzwerke anzugreifen.

Die reinen Zahlen sind beeindruckend:

Wie der Anwalt des zu 26 Monaten Haft verurteilten Hackers mitteilte, hatte sein Mandant die Daten als reine intellektuelle Herausforderung erbeutet. Das erklärt auch, warum er gemeinsam mit seiner Freundin nur einen sehr geringen finanziellen Schaden von knapp 3.000 Euro verursachte.

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Über eine Million Kreditkartendaten erbeutet

30.03.2012

Wie Heise berichtet sollen Angreifer eine Sicherheitslücke bei dem Unternehmen Global Payments mit Sitz in Atlanta ausgenutzt haben um Kreditkartendaten von einem Rechner zu erbeuten. Mit dem Unternehmen arbeiten unter anderem die Kartenanbieter MasterCard, Visa, American Express und Discover Financial Services zusammen. Global Payments wickelt dabei die Zahlungsprozesse mit den Einzelhändlern ab. Sicherheitsforscher gingen zuerst davon aus, dass etwa 56.000 Kreditkarten von dem Diebstahl betroffen sind. Wie der ORF berichtet wird die Anzahl der gestohlenen Datensätze aber mittlerweile mit 1,5 Millionen beziffert. Es wurden bereits mehrere hundert Missbrauchsfälle gemeldet. Von dem Datendiebstahl sind allem Anschein nach nur US-Kunden betroffen.

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Offenes Intranet beim Landesgericht Wiener Neustadt

13.03.2012

Es lohnt sich gelegentlich den eigenen Namen in die Maske eines der großen Internetsuchdienste einzugeben und die Ergebnisse zu studieren. Diese Erfahrung jedenfalls dürfte eine Österreicherin gemacht habe, welche gemeinsam mit 900 anderen Geschädigten gegen einen insolventen Finanzdienstleister klagt.

Wie sie ihren Anwälten Anfang März 2012 mitteilte, war sie so auf eine Seite aufmerksam geworden, auf welcher sie sämtliche Gerichtsakten einsehen konnte. Diese enthalten unter anderem die Namen der beteiligten Kläger sowie die Höhe ihrer Forderungen. Nach näherer Analyse durch die Anwälte zeigte sich, dass die Akten dort eher einsehbar waren, als sie den Anwälten zugestellt wurden. Wie sich herausstellte war über eine veraltete Internetseite ein Zugriff aus dem Internet auf das gerichtsinterne Aktenverwaltungssytem möglich.

Die Panne wurde beim Landesgericht Wiener Neustadt zur Anzeige gebracht. Einem Bericht der Wiener Zeitung und dem Impressum auf den immernoch im Google-Cache verfügbaren Seiten nach zu urteilen, war die Internetseite von einem Richter programmiert. Ohne diesem zu nahe treten zu wollen, scheint es dem Landesgericht also an fachkundigem IT-Personal zu fehlen.

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