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die chronik der datenpannen

Alle Datenpannen mit dem Suchbegriff »3«, in denen es um Medizinische Daten geht

Japans Krankenversicherte

06.01.2016

In Japan sind Listen von 103.000 Krankenversicherten aufgetaucht. Zu den Datensätzen gehören Namen, Adressen, Geburtsdaten und Telefonnummern. Die Daten wurden bereits 2008 entwendet. Laut Aussage des Gesundheitsministeriums müssen diese von Krankenhäusern und Apotheken erstellt worden sein, so dass die Existenz des eigenen Namens in einer dieser Listen den Rückschluss nahe legt, die entsprechenden Einrichtungen auch genutzt zu haben.

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Bauausschuss begutachtet Krankenakten

09.09.2015

Bei der Begehung des örtlichen Bauausschuss in Bad Oldesloe im ehemaligen Schwesternwohnheim wurden Krankenakten in einem nicht verschlossenen Keller entdeckt. Zu dem entdeckten Material gehörten unter anderem Röntgenaufnahmen. Ein Teil des Materials nimmt Bezug zu einer mittlerweile aufgelösten Station. Laut Presse sollen diese Daten zu bereits verstorbenen Patienten gehören. Das Wohnheim soll zu einer Flüchtlingsunterkunft umgebaut werden.

Anmerkung, die 1: Sollte Harald Zwingelberg, Referatsleiter beim Unabhängigen Landeszentrum für Datenschutz, tatsächlich (wie die Presse schreibt) der Auffassung sein, dass es für medizinische Unterlagen keine besonders hohen Anforderungen gebe, so sollte das ULD diesen Leiter ersetzen! Medizinsche Daten sind einerseits nach §3 (9) BDSG als Besondere Arten personenbezogener Daten eingestuft, zudem gilt die Schweigepflicht der Ärzte.

Anmerkung, die 2: Es ist im höchsten Maße fahrlässig, in verlassenen Gebäuden Krankenakten zu lagern. Das ist ein Versäumnis des Betreibers.

Anmerkung, die 3: Ebenso fahrlässig ist, wenn ein Krankenhausbetreiber Dritten unkontrolliert Zugang zu entsprechenden Räumen gibt. Die Panne ist nicht erst eingetreten, als der Bauausschuss den Keller betrat, sondern schon beim Betreten der Vermesser.

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Krankenstand der Belegschaft

05.06.2015

Bei der Tropenklinik Paul-Lechler-Krankenhaus wurde die Urlaubsplanung von 30 Mitarbeitern im Internet abgelegt. Neben Urlaubswünschen, Fortbildungen und der Bereitschaft für Bereitschaftsdienst und Nachtdienst für die Jahre 2013 und 2015 war bei einer Mitarbeiterin auch die Anzahl der Fehltage wegen Krankheit vermerkt.

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Ruinentourismus in altem Reha-Zentrum

14.07.2014

Wenige Monate nach dem Datenfund eines stillgelegten Krankenhauses in Bad Homburg sind ebenso alte Akten im ehemaligen Reha-Zentrum in Neukirchen gesichtet worden. Bei der Einstellung des Betriebes im Jahre 2002 wurden die Krankenakten nicht ausgeräumt, sondern verblieben am Standort. Im ehemaligen Chefzimmer verblieben noch Bewerbungsunterlagen.

Durch Ruinentourismus sind diese Akten nun aufgefallen und wurden bekannt. Notdurftig wurden sie nun zunächst innerhalb eines verschlossenen Raumes innerhalb der Liegenschaft gebracht. Die entgültige Entsorgung wurde noch nicht geklärt.

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Patietenakten im Hausmüll

05.07.2014

Ein Rellinger Arzt entsorgte ungeschredderte Akten im Papiermüll. Dort entdeckt. Nun ermittelt die Polizei. Neben Datenschutz wird hier auch die ärztliche Schweigepflicht und die Aufbewahrungspflicht (10 Jahre) gebrochen!

Persönliches Statement des Seitenbetreibers

Im Pinneberger Tageblatt erschien im Artikel eine relativierende Aussage des Arztes:

Es ist kein persönlicher Schaden entstanden, da die Akten ja nicht mitten auf der Straße lagen.

Wenn dieser Satz tatsächlich so gesagt wurde, sollte dem Arzt die Eignung zur Ausübung medizinischer Berufe abgesprochen werden. Es ist leider so, dass sich solche Datenpannen nie gänzlich vermeiden lassen. Es wird immer wieder menschliches Versagen, Irrtum und Missverständnis eine Rolle spielen. Mit diesem Satz wird allerdings deutlich, dass bereits das Verständnis zum Umgang mit den sensibelsten aller persönlichen Daten fehlt.

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Apothekendaten im Umlauf

25.09.2013

Der Apotheker-Verlag betreiebt ein Softwaresystem zur Abwicklung des Geschäftsverkehrs der Apotheken für 540 der 1.300 öffentlichen Apotheken in Österreich. Von diesem wurden 27.000 Mio Datensätze von 2.000 Patieren mit 14.000 Kauftransaktionen entwendet. Diese Daten gehen offensichtlich auf mind. 6 Apotheken zurück.

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Ferienbeschäftung mit Lücke

16.05.2013

Damit Kinder in den Ferien beschäftigt werden, gibt es spezielle Angebote seitens der Kommunen. In 321 Kommunen wurde für die Anmeldung für die Ferienspiele die Software SFP eingesetzt.

Über eine Lücke dieses Systems waren über ein Jahr sehr viele Angaben über die angemeldeten Kinder in Rottenburg, Bodelshausen, Oberaspach, Gießen und Aachen im Netz abrufbar. Neben den üblichen Angaben zu Namen, Kontaktdaten und den Kontodaten der Eltern, sind in diesem Fall auch Krankheitsbilder betroffen.

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Weitergabe eines medizinischen Gutachtens

21.09.2012

Ein privater Kranken­tagegeld­versicherer gab ein Gutachten dem Arbeitgeber des Versicherten, wozu er nicht berechtigt ist.

Der Streitfall landete vor dem Oberlandesgericht Frankfurt (Aktenzeichen 12 U 181/11). Aus dem Urteilstext:

Der Anspruch auf Schmerzensgeld gem. § 253 Abs. 2 BGB ist dem Grunde nach gerechtfertigt. Die rechtswidrige Übermittlung des Gutachtens mit Einzelheiten zur Lebens- und Krankheitsgeschichte des Klägers stellte einen schwerwiegenden Eingriff in die Persönlichkeitsrechte des Klägers dar. Er hat das berufliche Fortkommen des Klägers beeinträchtigt, der deswegen aus einer laufenden fliegerischen Reintegration ausgegliedert wurde. Danach sah sich der Kläger der zweifelsfrei erheblich belastenden Unsicherheit gegenüber, seinen anspruchsvollen, mit hohem persönlichen Ansehen und hohem Einkommen verbundenen Beruf möglicherweise dauerhaft nicht mehr ausüben zu können. Dies erfordert zur Genugtuung den Ausspruch eines nicht unerheblichen Schmerzensgeldes. Dabei wird das Landgericht auch zu prüfen haben,ob unter dem Gesichtspunkt einer hartnäckigen Regulierungsverweigerung ein erhöhtes Schmerzensgeld zuzubilligen sein wird. Zur Höhe ist die Sache wegen des noch nicht abschließend geklärten Umfangs der Beeinträchtigungen noch nicht entscheidungsreif.

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National Health Service versendet Diagnosen irgendwohin

21.05.2012

Der britische National Health Service hat sich mal wieder mächtig ins Zeug gelegt: Drei Monate lang wurden in einer Londoner Klinik Diagnosen an eine falsche Faxnummer gesendet, ohne dass davon jemand Notiz nahm. 45 mal wurden insgesamt 59 Diagnosen an einen privaten Faxanschluss gesendet. Der britische Datenschutzbeauftragte überbrachte seine Glückwünsche zum erneuten Erfolg des NHS in Form eines Bußgeldbescheids über 90.000 Pfund (rund 110.000 Euro). Der Gesundheitsdienst legte zunächst Widerspruch ein.

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Britische Gesundheitsbehörde verliert Liste über Geburten

16.04.2012

Der britischen Gesundheitsbehörde National Health Service ging eine auf einem USB-Stick befindliche Liste mit Namen und Geburtsdaten von 30 Kindern verloren. Außerdem enthielt der USB-Stick Befunde über eine Ohrenuntersuchung bei weiteren drei Kindern. Das wäre vermutlich nicht tragisch, wenn der USB-Stick verschlüsselt gewesen wäre.

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