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die chronik der datenpannen

Alle Datenpannen von July 2011 mit dem Suchbegriff »3«

Fuck FBI Friday

29.07.2011

… so nennt Anonymous diese Aktion: Die Gruppe hat Dokumente des IT-Sicherheitsdienstleisters ManTech veröffentlicht. Dieser arbeitet unter anderem für die US-amerikanische Bundespolizei FBI. Damit trifft es nach HBGary, Infragard und IRC Federal schon zum vierten Mal in diesem Jahr eine Sicherheitsfirma, welche für das FBI arbeitet. Bisher wurde ein Vertrag zwischen ManTech und der NATO, einige interne E-Mails und weitere vertrauliche Daten, insgesamt rund 400 MB, veröffentlicht.

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Österreich: Logindaten der Grünen

28.07.2011

Im Jahr 2009 hatten einige Landtagsabgeordnete der österreichischen Grünen einer Resolution für Netzsperren zugestimmt. Für diese Entscheidung wollten sich einige Cracker, welche sich nach eigenen Angaben zur Vereinigung AnonAustria zählen, rächen, indem sie in einen Server der Partei einbrachen und Daten kopierten. Darunter waren

Die Partei will die betroffenen Benutzer informieren. Die Nutzeranmeldung auf der Webseite wurde zunächst deaktiviert.

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Dokumention der Burschenschaft

15.07.2011

Eher unfreiwillig gibt die „Deutsche Burschenschaft” Einblicke in ihre Arbeit und ihr Positionen. Unbekannte spielten mehr als 3000 Seiten mit Sitzungsprotokollen, internen Dokumenten und Strategiedokumenten der letzten 11 Jahre der Presse zu. Spiegel und Indymedia veröffentlichen einen Teil dieser Unterlagen.

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Berater des US-Verteidigungsministeriums gehackt

12.07.2011

Anonymous ist wieder am Werk: Die Cracker veröffentlichten 90.000 E-Mail-Adressen und die dazugehörigen Passwörter. Diese stammen von einem kaum gesicherten Server der Firma Booz Allen Hamilton, welche für das US-amerikanische Verteidigungsministerium arbeitet.

Die Passwörter liegen als SHA1-Hash vor. Das heißt sie sind nicht im Klartext. Diese Form der Speicherung ist jedoch trotzdem unsicher, solange die Passwörter nicht mit einem Salt verrechnet werden, bevor man die Hashfunktion darüberlaufen lässt. Durch entsprechende Software sind die Passwörter leicht mit Hilfe sogenannter Regenbogentabellen zu knacken.

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Tracking-Server des Zolls gehackt

08.07.2011

Eine Gruppe von Crackern hat Daten im Internet veröffentlicht, welche sie von einem Server der Bundeszollverwaltung kopiert hatten. Wie die Bundespolizei bestätigte, handelt es sich dabei um unverschlüsselte Passwörter sowie Software und Protokolldaten für die GPS-Überwachung von Fahrzeugen, welche die Bundespolizei für den Zoll zur Verfügung gestellt hat. Bei den Bewegungsprofilen kann man nur hoffen, dass es sich um einen Feldversuch des Zolls handelt und nicht um die GPS-Daten aus echten Ermittlungsverfahren. Für die Behörde könnte dies äußerst peinlich werden, wenn Rechner mit solchen sensiblen Daten über das Internet erreichbar wären.

Die Cracker sehen ihren Angriff als Protest gegen die Vorratsdatenspeicherung und andere moderne Überwachungstechnologien. – Und in der Tat: Man möchte sich ungern vorstellen, dass es sich um einen Server mit Vorratsdaten (von ihren Verfechtern auch „Mindestdaten“ genannt) handelt.

Nachtrag vom 11.07.2011: Bei den Geodaten handelte es sich einesteils um Testläufe und andernteils um tatsächliche Observationen. Die Bewegungsprofile wurden mittlerweile anschaulich auf einer Karte visualisiert, wobei diese die Bewegungen der einzelnen Observationsziele nicht getrennt darstellt. Außerdem wurden mit diesen Daten die Telefonnummern der GPS-Tracker veröffentlicht. Es handelt sich hier um Wanzen mit SIM-Karte, die ähnlich einem Mobiltelefon funktionieren. Netzpolitik hat einige der Wanzen angerufen und festgestellt dass diese auch nach dem Leck teilweise noch genutzt werden können um die Verdächtigen abzuhören.

Nachtrag vom 09.01.2012: Wie die Hacker in den Server eindringen konnten beschreibt Netzpolitik.org unter dem Titel: Bundespolizei-Beamter überwacht Tochter: Was kann da schiefgehen?

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Vermißtenanzeige für zwei CDs

05.07.2011

Die amerikanische Bank Morgan Stanley vermißt zwei CDs mit Datensätzen von insgesamt 34.000 Kunden. In den einzelnen Datensätzen waren Adressen, Kontodaten und die in den USA kritische Sozialversicherungsnummer enthalten, alles in unverschlüsselter Form.

Die beiden Datenträger werden bereits seit dem 8. Juni vermißt. Die Daten sollten ursprünglich an die New Yorker Steuer- und Finanzbehörde übermittelt werden. Laut Aussage eines Sprechers liegen keine Indizien für ein Verbrechen vor.

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NATO erneut Ziel von Crackern

05.07.2011

Im Gegensatz zu dem Angriff vor 2 Wochen waren diesmal NATO-Server selbst das Ziel. Die Cracker erbeuteten 2646 Dateien. Da diese allerdings wahllos kopiert wurden, lässt sich über das genaue Ausmaß wenig sagen.

Einige Daten wurden bei The Hacker News veröffentlicht. Vermutlich wurde ein Exploit der Tomcat-Server-Software genutzt. Etwas lustig ist die veröffentlichte Tomcat-Konfigurationsdatei aber schon:

…
<user username="admin" password="admin" 
role="manager"/>;
…

Als Grund für den Angriff wurde die Unterstützung von Nuklearwaffen durch die NATO genannt.

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