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die chronik der datenpannen

Alle Datenpannen aus Deutschland mit dem Suchbegriff »3«

Manipulierbare Kontodaten bei der Telekom

11.10.2008

Die Bankdaten von 30.000.000 Millionen Handy-Kunden waren verhältnismäßig leicht abrufbar und konnten manipuliert werden. Zudem konnten auch SIM-Karten gesperrt, Tarife verändert und neue Einzugsermächtigungen angelegt werden.

Geschützt waren diese Daten lediglich durch ein einfaches Passwort, welches in allen Filialen der Telekom (im Konzernjargon: T-Punkt) genutzt wurde. Durch diesen breiten Nutzerkreis verbreitete sich das Kennwort auch außerhalb des Konzerns.

Betroffen waren bei diesem Datenleck auch Politiker, Prominente sowie Wirtschaftsführer.

Das Datenleck wurde kurz nach Bekanntwerden geschlossen. Künftig wird bei jeder Änderung der Stammdaten eine Zahlenkombination per SMS an die hinterlegte Mobilfunknummer geschickt. Zudem ist durch diese Datenpanne die Öffentlichkeit sensibilisiert worden. Politiker der Grünen forderten eine gesetzliche Meldepflicht sowie die Möglichkeit Schadenersatzansprüche einklagbar zu machen.

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Bilanz: Verluste von Speichermedien beim Bund

16.04.2008

Auf eine Kleine Anfrage von Abgeordneten der FDP-Fraktion im Bundestag zu Computerverlusten bei Bundesbehörden antwortete die Bundesregierung:

Eine zentrale Statistik der Computer- und Datenträgerverluste der Bundesbehörden wird nicht geführt. Soweit in der Kürze der Zeit ermittelbar, sind in den Jahren 2005 bis 2007 in deutschen Bundesbehörden rd. 189 stationäre Personalcomputer, rd. 326 tragbare Computer (Notebooks), rd. 38 Memorysticks, CDs und DVDs sowie rd. 271 Mobilfunktelefone und Taschencomputer (Handheld-Organizer) gestohlen worden, abhanden gekommen bzw. unauffindbar. […] Bei rd. 60 Prozent der in Absatz 1 genannten Fälle (ohne Mobilfunktelefone und Taschencomputer) wurden Disziplinarermittlungen durchgeführt und/oder strafrechtliche Ermittlungen aufgenommen.

Bei den verlorengegangenen Daten handelte es sich laut Bundesregierung meist um öffentliche Daten.

Ein gestohlener Laptop des Bundesamtes für den Zivildienst enthielt auf der verschlüsselten Festplatte bis zu 1200
Adressdaten von Zivildienstleistenden einer Betreuungsregion. In einem weiteren Fall befanden sich auf einem USB-Stick des Statistischen Bundesamtes anonymisierte Veranlagungsdaten der Einkommenssteuer von 2001. In 5 Fällen enthielten Datenträger des Bundesministeriums der Verteidigung Informationen der Einstufung VS-VERTRAULICH und höher. In diesem Zusammenhang wird derzeit ermittelt. In wenigstens einem Fall waren auch personenbezogene Informationen betroffen.

Der Wert der gestohlenen Geräte wurde mit insgesamt rund 540000 Euro beziffert. Der Sprecher des Bundesdatenschutzbeauftragten sagte der Bild-Zeitung:

Die Vorfälle zeigen, wie wichtig eine Meldepflicht für solche Datenverluste ist, damit wir ermitteln können.

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Rechte jagen Linke - mit Polizeifotos

08.10.2007

Rechtsextremisten machen im Raum Dresden mit Hilfe einer „Anti-Antifa-Akte” Jagd auf die Neonazigegner. Brisant ist, dass die Akte auch Fotos und Videomaterial der sächsischen Polizei enthält. So sollen die Rechtsextremisten im Besitz von 37 Fotos und 9 Videos aus Akten des LKA sein, welche hauptsächlich Linke zeigen. Die Akte enthält auch Namen, Adressen und Geburtsdaten. Ob die allerdings auch aus Ermittlungsakten der Polizei stammen ist unklar.

Unklar ist auch, wie die Neonazis an die Unterlagen kamen. Möglicherweise gibt es einen Spitzel oder es wurden gezielt Strafanzeigen gegen Linke gestellt und dann Akteneinsicht beantragt.

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Fiskus profitiert von Datenleck

17.04.2007

Die deutschen Steuerbehörden haben ein Datenleck bei der schweizer Bank Julius Bär ausgenutzt um Steuersündern auf die Schliche zu kommen. Ein ehemaliger Mitarbeiter der Bank, der mit dieser schon seit einigen Jahren im Streit lag, hat dem Fiskus vermutlich einen Brief zukommen lassen, in dem er Namen, Adressen und Vermögen von Steuersüdern benennt. Die betroffenen Personen hatten bereits 2003 Vermögenswerte zwischen jeweils 5 Mio. und 100 Mio. US-Dollar ins Ausland transferiert. Die Geschäfte liefen über eine Tochter der Bank Julius Bär auf den Cayman-Inseln.

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