06.09.2013
Auf der Webseite der Schweizer Hochschule Luzern befand sich ein Dokument, auf dem die Noten aller Studierenden öffentlich gemacht wurde. Es enthielt allerdings keine Zuordnung zu einem Namen, sondern zu einer Matrikelnummer, die schweizweit vergeben wird. Das heißt, die Nummer behält man auch nur dem Wechsel der Hochschule bei. Die Piratenpartei, die das Problem publik machte, wies unter anderem auch darauf, dass diese Nummer auch in der E-Mail-Adresse der Studenten verwendet wird.
Die Hochschule entfernte daraufhin das Dokument und verwies, dass diese Zuordnung zum Namen „nur über Insiderwissen möglich” sei.
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28.08.2013
Durch eine Datenpanne konnten Mitarbeiter der Telekom die Personaldaten von fast allen der 120.000 in Deutschland beschäftigten Kollegen aufrufen. In dieser Datenbank waren neben Namen auch die Adressen, Gehälter und Personalnummern einsehbar.
Wie es zu dieser Panne kam, soll nun ein Wirtschaftsprüfungsgesellschaft klären. Der Betriebsrat will dies durch einen eigenen Anwalt begleiten lassen.
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13.08.2013
Zugegebenermaßen ist auch dieses Datenleck ein Grenzfall für diese Sammlung, jedoch beschäftigt sich das Landgericht um einen Streitwert von 7.500 Euro Schmerzensgeld:
Ein Kunde reklamierte einen neugekauften, aber defekten Laptop. Auf diesem hatte er bereits persönliche Daten installiert. Obwohl der Elektronikkonzern die Löschung zusagte, tauchten die Daten mehrere Jahre später wieder auf: einem anderen Kunde wurde dieses Gerät als Neuware verkauft.
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07.08.2013
Eine analoge Datenpanne eignete sich in Ostfildern in der Nähe von Stuttgart. Dort entsorgte ein Notar seine Akten im offenen zugänglichen Papiermüllcontainer. Zu diesen Dokumenten zählten Kopien und Ausdrucke von Nachlassdokumenten, Testatmente, Grundbuchauszüge und Erbverträge.
In dessen Folge streiteten sich nun der Notar und die Stadtverwaltung, wer für die korrekte, datenschutzkonforme Entsorgung der vertraulichen Dokumente verantwortlich sei. Wie ein Notar allerdings auf die Idee kommt, diese Unterlagen unbedacht zu vernichten, bleibt dabei durchaus ein Rätsel.
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30.07.2013
Aus dem Düsseldorfer Landtag wurde der Laptop des Abgeordneten Armin Laschet (CDU) gestohlen, auf dem vertrauliche Daten enthalten gewesen sein soll, die jedoch nicht näher beziffert worden sind. In Folge von Sanierungsarbeiten soll das Büro des Abgeordneten nicht verschlossen gewesen sein.
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26.07.2013
Was die Briten können, können das Österreicher auch. Auf der Webseite des Verteidigungsministeriums landete ein Foto, auf dessen Hintergrund ein Flipchart stand, auf dem eine Internetadresse inklusive Login-Name und Kennwort standen. Dies hänge mit einer Hubschrauberübung zusammen, die durch das Bekanntwerden von militärischen Interna gefährdet wird, so befanden sich u.a. Einsatz- und Flugpläne sowie Sendefrequenzen im entsprechenden Konto.
Unabhängig von der Datenpanne sei die Frage durchaus gestattet, was Kennwörter an irgendwelchen Pinnwänden zu suchen haben.
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26.07.2013
Im Kreitag von Aurich konnten dessen Mitglieder über die bereitgestellten Tablet-Computer die privaten Nachrichten des Landrats Harm-Uwe Weber (SPD) lesen. Die Ursache soll wohl gewesen sein, dass mehrere Geräte mit der selben Geräte-ID ausgestattet worden sind. Betroffen waren allerdings keine E-Mails, sondern nur Nachrichten über einen gerätespezifischen Nachrichtenaustauschdienst.
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26.07.2013
Das Finanzamt in Löbau verschickte versehentlich die Steuerunterlagen eines Beiersdorfer an einen Zittauer.
Eine Politikerin im sächsischen Landtag der Linken nahm sich den Fall an und bohrte nach, ob diese Panne sich nicht bei einem Vier-Augen-Prinzip sich verhindern liese.
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22.07.2013
Im Rahmen der Auflösung des Schulstandortes Brüder-Grimm-Schule in Liedern wurde nahezu alles, was nicht niet- und nagelfest ist, in einem Container geworfen. Darunter landete auch ein Ordner mit Beobachtungsprotokollen sowie Einschätzungen des Förderbedarfs einzelner Schüler sowie ein psychiatrisches Gutachten. Neben den Diagnosen waren Name, Geburtsdaten sowie vollständige Adresse auf den Unterlagen enthalten.
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16.07.2013
Im thüringischen Immelborn lagern in einem unbewachten Backsteinbau ungefähr eine viertel Million Personen- und Unternehmensakten, darunter Patientenakten, Anwaltsdokumente, Insolvenzakten, Personalakten und allgemeine Firmendokumente.
Das Gebäude ist seit mehreren Monaten unbewacht, es fanden bereits Einbrüche statt, wodurch nicht ausgeschlossen werden kann, dass sich Unbekannte Zugriff auf die Daten verschaffen konnten. Die entsprechende Aktenvernichtungsfirma ist laut dem Handelsregister seit 2008 pleite. Der Datenschutzbeauftragte das Landes veranlasste die Durchsuchung der Firma und sicherte mit der Polizei den Aktenberg.
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