Alle Datenpannen, in denen es um Persönliche Angaben geht
20.08.2011
Im Berliner Bezirk Reinickendorf fand eine Passantin, in einem Gebüsch, eine gelbe Plastikkiste voller Briefe, wie sie von Zustellern der Deutschen Post verwendet werden. Die Finderin hatte sich mehrfach telefonisch an das Unternehmen gewandt, welches sich aber nicht weiter dafür interessierte. Schließlich musste die Polizei die Box abholen.
Wie die Briefe auf Abwege gerieten ist nicht klar. Die Deutsche Post hat aber versprochen den Vorfall zu prüfen.
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19.08.2011
Über eine Sicherheitslücke konnten sich Unbekannte an den gespeicherten Daten des Bundesligatipspiel von Skype bedienen. Gespeichert. Betroffen sollen Benutzernamen, E-Mail-Adressen sowie Hash-Werte der Kennwörter sein. Der Fernsehsender stellte daraufhin das Tipspiel kurzfristig ein und informierte mögliche Betroffene. Das Tipspiel hat 8000 Teilnehmer.
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19.08.2011
Cracker, die vermutlich der Gruppe Anonymous zuzurechnen sind, haben ein Torrent mit rund 4700 E-Mails und tausenden Dokumenten veröffentlicht. Die E-Mails stammen vom G-Mail-Konto von Richard Garcia. Der ist Vizepräsident von Vanguard Defense Industries, einem US-Sicherheitsdienstleister. Er sitzt auch im Aufsichtsrat von Infragard, gegen die Anonymous bereits im Juni einen Angriff gestartet hatte. Da Garcia früher auch für das FBI tätig war, darf angenommen werden, dass die E-Mails sensible Informationen enthalten.
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18.08.2011
Wieder entwendeten Kriminelle Daten von einem Webserver der Bay Area Rapid Transit (BART), dem Betreiber des U-Bahnnetzes im Großraum San Francisco. Diesmal galt der Angriff einem Server der Transportpolizei und darf damit wohl im Zusammenhang mit dem vorausgegangenen Cracker-Angriff von Anonymous gesehen werden.
Es wurden Postadressen, E-Mailadressen und Passwörter von 102 Beamten entwendet und im Internet veröffentlicht. Der Server wird im Auftrag von BART durch die Firma InfoQuest betrieben. Das FBI ermittelt in dem Fall.
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15.08.2011
Als ein Mitarbeiter der Transportpolizei von San Franciscos Verkehrsbetrieben (Bay Area Rapid Transit/BART) am Neujahrstag 2009 den am Boden liegenden und gefesselten Oscar Grant niederschoss gab es große Proteste. Am 3. Juli 2011 hatte ein Betrunkener zwei Beamte in einer U-Bahnstation mit einem Messer bedroht. Auch er war daraufhin erschossen worden. Viele Bürger fühlten sich nun an den Vorfall im Jahre 2009 erinnert. Diesmal versuchte BART jegliche Proteste im Vorhinein zu verhindern. Unter anderem schalteten sie dazu das Mobilfunknetz im gesamten U-Bahnbereich ab. Ein BART-Sprecher äußerte dazu:
Die Menschen vergessen, dass US-Regierungsbehörden das Recht haben, Sicherheit der Bürger vor die Meinungsfreiheit zu stellen. Wir haben das Recht, den Zeitpunkt, Ort und die Art und Weise von Redefreiheit zu bestimmen.
Dies wiederum nahmen Mitglieder der Cracker-Gruppe Anonymous zum Anlass ihren Unmut anderweitig zu äußern: Sie griffen einen Server der Online-Plattform der Verkehrsbetriebe an und entwendeten Kundendaten.
Inzwischen wurden 2400 Datensätze der insgesamt 55.000 mybart.org-Kunden im Internet veröffentlicht. Es handelt sich dabei um Nutzernamen, E-Mail-Adressen, Passwörter und teilweise auch Telefonnummern und Postadressen.
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12.08.2011
Die Daten von 30.264 Online-Abonnenten der Tageszeitung Die Welt wurden bei einem Angriff auf einen Server der Axel Springer AG kopiert. Unter den Daten befinden sich Namen, Kontodaten und Logindaten.
Der Cracker möchte mit der Aktion gegen den Verkauf von Nutzerdaten an Dritte durch die Axel Springer AG demonstrieren. Zum Beweis wurden Auszüge aus den kopierten Daten veröffentlicht
Nachtrag vom 13.08.2011: Die Daten stammen, obwohl es sich bei dem angegriffenen Server um eine Subdomain von welt.de handelt, nicht direkt vom Axel Springer Verlag, sondern von einem Werbepartner mit dem Die Welt bis vor drei Monaten zusammen gearbeitet hat.
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07.08.2011
Der Verein Neusehland bot seit 1999 Berlinern mit sozialen Problemen eine Anlaufstelle. Betroffene konnten sich dort von Sozialarbeitern beraten lassen. 2006 wurde der Verein aufgelöst. Jetzt fanden Bürger die sensiblen Akten im Müll: Detaillierte Berichte zu psychischen und physischen Erkrankungen, über Missbrauch, Verwahrlosung und Betreuungsbedarf. All das verbunden mit Namen und Anschriften der Betroffenen, Lebensläufen, Zeugnissen, Briefen und ärztlichen Befunden.
Der Datenschutzbeauftragte des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes wies darauf hin, dass solche Vereine die Möglichkeit haben, dessen Hilfe bei der Lagerung und Vernichtung von Akten in Anspruch zu nehmen. Der Berliner Rechtsanwalt Raabe äußerte gegenüber der TAZ: Staatlich ausgebildete Sozialarbeiter können bei Verletzung des Privatgeheimnisses mit bis zu einem Jahr Gefängnis betraft werden, wenn sie billigend in Kauf nehmen, dass die Daten an die Öffentlichkeit gelangen. Bei Missbrauch der Daten können die Betroffenen sogar auf Schadensersatz klagen.
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07.08.2011
Da nach kriminellen Handlungen einige Mitglieder der Gruppe Anonymous festgenommen wurden richtet sich deren ganze Verachtung nun gegen die US-amerikanischen Polizeibehörden. Bei einem Racheakt wurden nicht nur einige Internetseiten der Polizei manipuliert, sondern auch 10 GB Daten von den Servern kopiert und im Web veröffentlicht.
Die Daten enthalten E-Mail-Korrespondenzen von Polizisten sowie deren Passwörter, Adressen, Kreditkartendaten und Sozialversicherungsnummern. Des weiteren wurden Schulungsunterlagen der Polizei veröffentlicht.
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06.08.2011
Die Cracker von Anonymous halten uns auf Trab. Das mag daran liegen, dass alle Anonymous-Mitglieder gerade sehr aktiv Server angreifen oder daran, dass sich jeder der gerade Server angreift zu Anonymous zählt. Wie auch immer, jedenfalls war diesmal das Neonazi-Netzwerk Blood and Honour Ziel eines Angriffs. Die Cracker erbeuteten im Rahmen der Aktion „Blitzkrieg“ knapp über 1000 Nutzerdaten (Namen und Adressen) und veröffentlichten diese auf pastebin.com. Darunter befinden sich auch die Adressen von etwa 100 deutschen Nutzern.
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28.07.2011
Unbekannte haben sich Zugriff zu den Servern von Marktkauf geschafft. Dort konnten sie auf die Kundendaten des Onlineshops sowie den Teilnehmern eines Online-Gewinnspieles einsehen. Konto- und Kreditkartzendaten waren nicht betroffen. Der Täter zwang das Unternehmen zur Information der Kunden. Hatraco ist der zuständige IT-Dienstleister von Marktkauf gewesen.
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