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die chronik der datenpannen

Alle Datenpannen aus Deutschland

Falsche Einschulungsbögen

07.10.2013

Die Stadt Mülheim verschickte Einschulungsbögen an die Eltern. Allerdings vertauschte die Poststelle nach einem Papierstau die Unterlagen, so dass die Eltern teilweise die Bögen anderer Kinder bekamen.

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Die Personalausweiskopie weht durch die Straßen

04.10.2013

Ein Mobilfunkladen in Kaiserslautern entsorgte Dokumente mit personenbezogenen Daten (Verträge, Bankverbindungen, Ausweiskopien) nicht fachgerecht (bzw. schredderte sie), sondern entsorgte sie in einer üblichen Papiertonne. Aus dieser Tonne verteilten sich die Dokumente auf die umliegende Straße.

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Bewerbungen beim Bundestag im Altpapier

30.09.2013

Auch beim Bundestag treten analoge Datenlücken auf. Hier landeten Bewerungsunterlagen im Papiermüll. Neben der Verwaltung des Gebäudes kämen in dem Falle auch die Büros der Abgeordneten in Betracht.

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Wahlprognosen vor Urnenschließung

22.09.2013

Im Rahmen von Wahlen finden in bestimmten Wahllokalen statische Erhebungen statt. Dort bekommt der Wähler nicht nur den Wahlschein, sondern auch einen Umfragezettel. Diese Daten dürfen – um die Wähler nicht zu beeinflussen – gemäß Wahlgesetz nicht vor Ende des Wahlganges veröffentlicht werden.

Der Nordkurier passierte aber so eine Panne. Mit bis zu 50.000 Euro Strafe erwartet nun der Verlag.

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Eine E-Mail mit Daten von Ehrenamtlichen

13.09.2013

Bei der Stadtverwaltung Kassel wurde eine Ankündigung zu Veranstaltungen im Rahmen des Stadtjubiläums eine E-Mail mit Tabellenanhängen an 40 Tänzer versendet.

In der Anlage befand sich eine Anlage mit Datensätzen zu 182 ehrenamtliche Helfer. Neben Anschrift, Telefonnummern und E-Mail-Adressen gab es auch die T-Shirt-Größe.

Ingo Happel-Emrich, der Sprecher der Stadt, bezeichnet dies als ein „bedauerliches Missgeschick”, der hessische Datenschutzbeauftragte mahnte, „dass vor lauter Euphorie über den Festzug der Datenschutz vergessen wird.”

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Stammdaten von Vodefone-Kunden geklaut

12.09.2013

Beim Mobilfunkdienstleister Vodafone wurde virtuell eingebrochen und Daten von zwei Mio Kunden aus Deutschland abgefangen. Zu den Datensätzen zählen Name, Adressen, Geburtsdaten, Geschlecht sowie die Bankverbindung. Kreditkartendaten, PINs, Kennwörter, Telefonnummern und Verbindungsdaten seien laut Aussage von Vodafone nicht betroffen.

Der Anbieter informierte die Kunde in einem Brief, versuchte allerdings die Panne zu relativieren:

Von Vodafone eingeschaltete unabhängige Sicherheitsexperten bestätigen: Es ist für den Täter kaum möglich, mit den gestohlenen Daten direkt auf die Bankkonten der Betroffenen zuzugreifen.

Die Süddeutsche Zeitung verweist darauf, dass diese Daten im Rahmen des Lastschriftverfahrens verwendet werden können", die Piratenpartei sorgt sich um bedrohte und gestalkte Menschen.

Vodafone bietet eine Abfrage an, um festzustellen, ob man zum Kreis der Betroffenen Kunden zählt. Dazu ist die Eingabe von Kontonummer und Bankleitzahl notwendig.

Nachfolgend die vollständige Meldung von vodafone (als dezentrale Sicherungskopie):

Vodafone Deutschland ist kürzlich Ziel eines kriminellen Datenangriffs auf einen seiner Server geworden. Dieser Angriff war nur mit hoher krimineller Energie sowie Insiderwissen möglich und fand tief versteckt in der IT-Infrastruktur des Unternehmens statt. Dabei erlangte der Täter Zugang zu Stammdaten von 2 Millionen Personen. Er entwendete Angaben zu Name, Adresse, Geburtsdatum, Geschlecht, Bankleitzahl und Kontonummer. Sicher ist, dass der Täter keinen Zugang zu Kreditkarten-Daten, Passwörtern, PIN-Nummern, Mobiltelefonnummern oder Verbindungsdaten hatte. Vodafone bedauert den Vorfall sehr und bittet alle Betroffenen um Entschuldigung. Diese werden derzeit per Brief informiert.

Der Angriff wurde von Vodafone entdeckt, gestoppt und unverzüglich zur Anzeige gebracht. Seitdem arbeitet das Unternehmen eng mit den deutschen Aufsichts- und Justizbehörden zusammen. Sämtliche Zugänge, die der Täter genutzt hatte, wurden sicher verschlossen. Dieser Fall betrifft ausschließlich Vodafone Deutschland, andere Länder sind nicht berührt. Die Behörden hatten Vodafone zunächst gebeten, keine Informationen an die Öffentlichkeit zu geben, um die Ermittlungen nicht zu gefährden. Inzwischen haben sie einen Tatverdächtigen identifiziert und bei ihm eine Hausdurchsuchung vorgenommen. In Abstimmung mit den Behörden informiert Vodafone Deutschland jetzt alle betroffenen Personen umfassend und unterstützt sie dabei, mögliche Beeinträchtigungen zu vermeiden.

Von Vodafone eingeschaltete unabhängige Sicherheitsexperten bestätigen: Es ist für den Täter kaum möglich, mit den gestohlenen Daten direkt auf die Bankkonten der Betroffenen zuzugreifen. Allerdings könnte mit zusätzlichen Phishing-Attacken, zum Beispiel durch gefälschte E-Mails, versucht werden, weitere Daten wie Passwörter und Kreditkarteninformationen abzufragen. Vodafone rät seinen Kunden daher zu besonderer Vorsicht bei möglichen Telefon- oder E-Mail-Anfragen, in denen sie zur Herausgabe von persönlichen Informationen wie Passwörtern oder Kreditkartendaten aufgefordert werden. Vodafone stellt solche Anfragen grundsätzlich nicht. Ferner sollten Kunden ihre Kontoauszüge regelmäßig überprüfen und bei Unregelmäßigkeiten umgehend ihre Bank kontaktieren.

Über sein eigenes Security Operation Center wird Vodafone besonderes Augenmerk auf auffällige Entwicklungen im Netz legen und unverzüglich entsprechende Schritte einleiten.

Die Sicherheit von Daten hat für Vodafone höchste Priorität. Das Unternehmen verfügt über IT-Systeme, die den höchstmöglichen Standards entsprechen. Diese werden regelmäßig aktualisiert und erweitert. Vodafone unternimmt alle notwendigen Schritte, um die Sicherheit der Systeme weiter zu verbessern und diese vor zukünftigen kriminellen Attacken zu schützen.

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Was verdient mein Telekom-Kollege?

28.08.2013

Durch eine Datenpanne konnten Mitarbeiter der Telekom die Personaldaten von fast allen der 120.000 in Deutschland beschäftigten Kollegen aufrufen. In dieser Datenbank waren neben Namen auch die Adressen, Gehälter und Personalnummern einsehbar.

Wie es zu dieser Panne kam, soll nun ein Wirtschaftsprüfungsgesellschaft klären. Der Betriebsrat will dies durch einen eigenen Anwalt begleiten lassen.

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Neuware mit Vorbesitzerdaten

13.08.2013

Zugegebenermaßen ist auch dieses Datenleck ein Grenzfall für diese Sammlung, jedoch beschäftigt sich das Landgericht um einen Streitwert von 7.500 Euro Schmerzensgeld:

Ein Kunde reklamierte einen neugekauften, aber defekten Laptop. Auf diesem hatte er bereits persönliche Daten installiert. Obwohl der Elektronikkonzern die Löschung zusagte, tauchten die Daten mehrere Jahre später wieder auf: einem anderen Kunde wurde dieses Gerät als Neuware verkauft.

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Dokumente des Notars im Müll

07.08.2013

Eine analoge Datenpanne eignete sich in Ostfildern in der Nähe von Stuttgart. Dort entsorgte ein Notar seine Akten im offenen zugänglichen Papiermüllcontainer. Zu diesen Dokumenten zählten Kopien und Ausdrucke von Nachlassdokumenten, Testatmente, Grundbuchauszüge und Erbverträge.

In dessen Folge streiteten sich nun der Notar und die Stadtverwaltung, wer für die korrekte, datenschutzkonforme Entsorgung der vertraulichen Dokumente verantwortlich sei. Wie ein Notar allerdings auf die Idee kommt, diese Unterlagen unbedacht zu vernichten, bleibt dabei durchaus ein Rätsel.

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Laptop von Abgeordneten gestohlen

30.07.2013

Aus dem Düsseldorfer Landtag wurde der Laptop des Abgeordneten Armin Laschet (CDU) gestohlen, auf dem vertrauliche Daten enthalten gewesen sein soll, die jedoch nicht näher beziffert worden sind. In Folge von Sanierungsarbeiten soll das Büro des Abgeordneten nicht verschlossen gewesen sein.

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