Sprung zum Inhalt / Skip to main content

die chronik der datenpannen

Alle Datenpannen aus Österreich mit dem Suchbegriff »foto«

Loginname und Kennwort abfotografiert

26.07.2013

Was die Briten können, können das Österreicher auch. Auf der Webseite des Verteidigungsministeriums landete ein Foto, auf dessen Hintergrund ein Flipchart stand, auf dem eine Internetadresse inklusive Login-Name und Kennwort standen. Dies hänge mit einer Hubschrauberübung zusammen, die durch das Bekanntwerden von militärischen Interna gefährdet wird, so befanden sich u.a. Einsatz- und Flugpläne sowie Sendefrequenzen im entsprechenden Konto.

Unabhängig von der Datenpanne sei die Frage durchaus gestattet, was Kennwörter an irgendwelchen Pinnwänden zu suchen haben.

Kommentar hinzufügen

Angeklagter veröffentlicht Gerichtsakten auf Youtube

05.03.2012

Ein in einem Missbrauchsverfahren Angeklagter aus dem österreichischen Salzkammergut hat Prozessakten auf der Videoplattform Youtube veröffentlicht. Neben Namen und Zeugenaussagen gehörten zu den abgefilmten Akten auch Nacktfotos der Opfer aus ihrer Jugendzeit.

Wie Unwatched berichtet gelang es der österreichischen Polizei innerhalb von 13 Monaten nicht die Bilder von der Videoplattform zu entfernen. (Das ist äußerst erstaunlich, wenn man bedenkt, wie schnell Videos auf Veranlassung privatwirtschaftlicher Institutionen von Youtube verschwinden.) Auf Veranlassung einer Wiener Anwaltskanzlei wurden die Videos letztlich von der Internetseite entfernt.

Kommentar hinzufügen

Patientendaten und Unfallfotos

30.09.2011

Ein österreichisches IT-Unternehmen hatte für sein Ersatzteillager Festplatten auf eBay ersteigert. Eine der Platten stammte offenbar von einem Rettungsdienst. Auf ihr befanden sich Patientendaten und Unfallfotos.

Die Festplatte war zwar immerhin formatiert, allerdings waren die Daten nicht unlesbar, da nur die Partitionierungstabelle gelöscht wurde. Festplatten mit sensiblen Inhalten sollten deshalb unbedingt mehrfach überschrieben oder sogar in Spezialöfen verbrannt werden, wenn man sie nicht mehr benötigt. Am besten verschlüsselt man die Daten von vornherein, um diesem Problem aus dem Weg zu gehen.

Kommentar hinzufügen

Häftlingsdaten an Häftling verkauft

18.05.2008

In der Justizanstalt Graz-Karlau hat ein Gefängniswärter im Jahr 2005 persönliche Daten über 8.500 Häftlinge (das Justizministerium ist der Ansicht, daß es nur 800 waren) entwendet und an zwei Gefangene verkauft. Einer der beiden hat diese Datensammlung direkt an das Ministerium geschickt. Bei den Daten handelt es sich um Namen, Foto, Delikte, Vorstrafen, Namen der Eltern sowie Bekenntnisse zu Religionen.

Als Konsequenz wurde der Wärter entlassen und alle drei Beteiligten angeklagt. Die Betroffenen wurden über die Panne zunächst nicht informiert. Unter einer neuen Regierung sollte dieses Defizit ausgebügelt werden.

Kommentar hinzufügen