Alle Datenpannen, in denen es um Persönliche Angaben geht
29.06.2012
Der Computerspielehersteller Ubisoft entschuldigte sich bei seinen Kunden, dass er die E-Mail-Adressen einiger Newsletter-Abonenten in einer E-Mail veröffentlichte. Die Interessenten, welche sich auf der E3-Viedospielemesse in Los Angelas in eine Liste eingetragen hatten, waren nicht als BCC-Kontakte oder Mitglieder einer Mailingliste adressiert, sondern alle im „An“-Feld gelistet.
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12.06.2012
Mitglieder der Gruppe LulzSec Reborn – die zumindest dem Namen nach Nachfolger der im Jahr 2011 sehr aktiven Crackervereinigung LulzSec sind – haben die Zugangsdaten von rund 10.000 Twitter-Nutzern veröffentlicht. Wie Futurezone berichtet wurden in dem SQL-Dump, sofern im Twitter-Profil verfügbar, auch Klarnamen, Wohnort, Selbstbeschreibung und Avatar der Microblogger veröffentlicht. Diese Informationen dürften allerdings in der Regel ohnehin schon bekannt gewesen sein, sofern der Twitter-Account nicht im „privaten Modus“ betrieben wurde.
Die veröffentlichten Zugangsdaten bestehen nicht wie üblich aus Login und Passwort, sondern aus einem Sicherheitstoken, mit dem Twitter erlaubt bestimmten Anwendungen auf ein Profil zuzugreifen. Diese Sicherheitstoken kann man aber für ungültig erklären, indem man in den Profileinstellungen allen Anwendungen die Zugriffsberechtigung entzieht. Die Datenbank stammt nicht direkt von Twitter, sondern von TweetGif, einem Bilderdienst.
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10.06.2012
AnonAustria, eine Cracker-Gruppe aus Österreich, hat E-Mails von Anhängern der Scientology-Sekte aus den Jahren 2010 und 2011 veröffentlicht. Es handelt sich dabei um Textdateien von insgesamt 2,8 GB. Die E-Mails sollen belegen, wie die Sekte ihre Mitglieder unter Druck setzt. Futurezone vermutet, dass sich unter den Betroffenen auch Mitglieder befinden, welche sich bisher nicht geoutet hatten.
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09.06.2012
Wie die Entwickler des Onlinestrategiespiels League of Legends mitteilten, konnten Cracker Zugriff auf die Zugangsdaten einiger Spieler erlangen. Die Daten umfassen unter anderem Emailadresse, verschlüsseltes Passwort, Geburtsdatum und Vor- und Nachname, sowie die Sicherheitsfrage und die dazu gehörige Antwort in verschlüsselter Form. Über die Art und Sicherheit der Verschlüsselung wurden keine Angaben gemacht. Zahlungs- und Rechnungsdaten sollen nicht betroffen sein.
Die Mitteilung von Riot Games lässt vermuten, dass bereits einige Zeit ins Land gegangen ist, seit die Cracker am Werk waren. Wann die Daten genau gestohlen wurden, ist nicht veröffentlicht. Von den derzeit registrierten 32 Millionen Spielern sind vermutlich nur einige europäische Nutzer von dem Vorfall betroffen.
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07.06.2012
Unbekannte Angreifer konnten vom Musik-Dienst last.fm rund 2,5 Millionen Passwörter entwenden. Laut heise sind die Passwörter nur schwach verschlüsselt, so dass die Berechnung des Klartext-Passwortes kein großer Aufwand ist. Dem Verlag liegen 2.500.000 Mio Hashes vor, die – in Stichproben getestet – auf last.fm Rückschlüsse zulassen. Die Kennwörter sind „ungesalzene MD5-Hashes”.
Die Nutzer des Netzwerkes sind aufgefordert, ihre Kennwörter zu ändern.
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05.06.2012
Auch die Interessierten des Lustigen Taschenbuches müssen damit rechnen, daß ihre Nutzerdaten von unbefugten eingelesen werden konnten. Der Egmont Ehapa Verlag warnt seine 24.000 Nutzer, möglichst vorsorglich Kenntworter zu wechseln. Zudem sollen die persönlichen Angaben in Umlauf sein.
Ob die Indizen für diese Warnung tatsächlich auf eine Datenpanne zurückführen, bleibt damit noch offen.
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31.05.2012
Anstelle Vertragsunterlagen mit einem Shredder in unlesbare Puzzles zu verwandeln, wanderten einige Schriftstücke in den normalen Papiermüll. Ob beabsichtigt oder nicht, verteilten sich die in Altpapiersäcken gesammelten Dokumente auf offener Straße, wo sie letztendlich auch Passanten entdeckt haben. Da es sich um Vertragsdokumente handelt, so dass personenbezogene Daten enthalten waren.
Als Konsequenz der Panne sollen künftig sämtliche Papierdokumente durch einen externen Dienstleister entsorgt werden, bisher waren es nur 90%.
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24.05.2012
Eine Hackergruppe namens UGNazi nahmen sich den Bezahldienstleisters WHMCS komplett vor. Sie lasen die komplette Benutzerdatenbank aus und veröffentlichten die 500.000 Datensätze mit Adressen und persönlichen Angaben anschließend im Netz. Die Sicherheit der Kennwörter ist noch nicht in Frage gestellt, wohl aber die der Kredikartendaten. In diesem Falle ergeht neben der Datenpanne noch ein Datenverlust, denn der Webserver wurde restlos gesclöscht, darunter auch die Transaktionen der vergangenen 17 Stunden sowie Support-Anfragen.
Den Zugang verschafften sich die Täter in diesem Fall durch „Social Engeneering”, d.h. mit Hilfe von Sicherheitsabfragen erhielten die Täter den Zugang direkt durch den Hoster. Zudem kamen auch Injektionen zum Einsatz.
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21.05.2012
Der britische National Health Service hat sich mal wieder mächtig ins Zeug gelegt: Drei Monate lang wurden in einer Londoner Klinik Diagnosen an eine falsche Faxnummer gesendet, ohne dass davon jemand Notiz nahm. 45 mal wurden insgesamt 59 Diagnosen an einen privaten Faxanschluss gesendet. Der britische Datenschutzbeauftragte überbrachte seine Glückwünsche zum erneuten Erfolg des NHS in Form eines Bußgeldbescheids über 90.000 Pfund (rund 110.000 Euro). Der Gesundheitsdienst legte zunächst Widerspruch ein.
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16.04.2012
Der britischen Gesundheitsbehörde National Health Service ging eine auf einem USB-Stick befindliche Liste mit Namen und Geburtsdaten von 30 Kindern verloren. Außerdem enthielt der USB-Stick Befunde über eine Ohrenuntersuchung bei weiteren drei Kindern. Das wäre vermutlich nicht tragisch, wenn der USB-Stick verschlüsselt gewesen wäre.
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