Alle Datenpannen, in denen es um Persönliche Angaben geht
18.10.2011
Lolita City ist eine Internetseite, auf der dokumentierter Missbrauch von Kindern – häufig auch als Kinderpornografie bezeichnet – veröffentlicht wird. Eine Gruppe von Crackern, welche sich zu Anonymous zählen, hat sich nun der Nutzerdaten dieser Seite bemächtigt und diese veröffentlicht.
Auch wenn dies im ersten Moment sehr positiv klingt, ist dies eine Gratüberschreitung, welche die Tore zur Selbstjustiz öffnet. Warum solche Daten in die Hände von Strafverfolgungsbehörden gehören, aber nicht in die Öffentlichkeit, damit befasst sich Telepolis in einem Artikel.
Von den 1589 Betroffenen wurden sofern vorhanden Name, Alter, Geschlecht, Postanschrift, IP-Adresse, E-Mail-Adresse, Skype-Name, Twitteraccount und Homepage veröffentlicht. Außerdem werden die besuchten einschlägigen Websites und Foren aufgelistet.
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12.10.2011
BlueHOMES ist eine international tätige Immobilienfirma mit Sitz in München. Einem Cracker ist es gelungen über eine SQL-Injection an die Kundendatenbank der Firma zu gelangen, welche er veröffentlichte. Diese enthält rund 500.000 Namen und Adressen. Parallel wurden auch weitere Firmendaten veröffentlicht, wie Details über deren Mailserver und ihren Skype-Account.
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12.10.2011
Im Zuge der Festnahmen bei den Protesten gegen Finanzspekulanten in den USA (Occupy Wall Street) veröffentlichten Unbekannte persönliche Daten von Bankiers. Dabei handelt es sich um Adressen, Mobiltelefonnummern und Gehälter von Joseph Ficalora (Chef der New York Community Bank) und Kerry Killinger (ehem. Chef der Washington Mutual Bank). Die Daten sind allerdings teilweise schon veraltet.
Das zu Anonymous gehörende Kollektiv C@b!n Cr3w will bei erneuten Festnahmen von Demonstranten weitere Bankiersdaten veröffentlichen.
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08.10.2011
Durch eine Sicherheitslücke waren mehrere Datenbanken des bairischen Webhosters Hetzner öffentlich über das Internet zugänglich. Es handelt sich dabei um die komplette Kundendatenbank sowie um Mail-Korrespondenzen (u. a. mit der Polizei), Kontodaten und Listen mit Passwörtern.
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07.10.2011
Ein Passant hatte an einer Straße Dokumente des Mendener Placida-Viel-Kollegs gefunden. Diese hatte vermutlich ein ehemaliger Mitarbeiter dort entsorgt. Hätte es sich nur um Unterrichtsmaterialien gehandelt wäre das ganze zumindest eine Umweltsünde. Allerdings waren unter den Dokumenten auch zwei Prüfungslisten, Praktikumsbeurteilungen und Klausuren.
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05.10.2011
Telecomix ist eine Gemeinschaft, deren Mitglieder sich intensiv für ein freies Internet ohne Zensur einsetzen. Diese haben nun eine Datenbank veröffentlicht, welche 54 Gigabyte Logdateien syrischer Überwachungsstellen enthält. Wie der Metronaut berichtet verzeichnen die Logs sämtliche HTTP-Requests (also die angeforderten Internetseiten) und wie auf die Anfragen reagiert wurde, das heißt, ob sie beantwortet oder blockiert wurden.
Die Logs enthalten insgesamt mehrere Millionen Internetseiten, welche im Zeitraum vom 22. Juli bis zum 05. August 2011 von syrischen Internetnutzern aufgerufen wurden.
Die Daten stammen von insgesamt sieben Überwachungsschnittstellen der amerikanischen Firma BlueCoat, welche in Syrien im Einsatz sind. Es gibt noch weitere Stellen, welche teilweise aus deutscher Produktion stammen sollen. Deren Logdateien waren nach Angaben von Telecomix besser geschützt.
Die veröffentlichten Daten könnten nun Ausgangspunkt für interessante Forschungen sein, nach welchen Regeln genau die syrischen Behörden Internetanfragen blockieren und unter Umständen auch über die Interessen syrischer Internetnutzer.
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29.09.2011
Einige interne E-Mails der Landespolizeikommandos in Wien und Niederösterreich gelangten durch Kriminelle ins World Wide Web. Diese hatten die Mails von einem Server kopiert. Der Fall ist auch deshalb brisant, da einige der Mails darauf schließen lassen, dass Beamte im Dienst pornografische Inhalte ausgetauscht haben. Die Anhänge der Mails wurden nicht mit kopiert. Die Polizei strengt nun interne Ermittlungen an.
Veröffentlicht wurden die E-Mails von Crackern, welche sich zur Gruppe Anonymous zählen.
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27.09.2011
Die Cracker von Anonymous machten bekannt, dass sie im Besitz einer Datenbank der Tiroler Gebietskrankenkasse (TGKK) sind, welche die Mitgliedsdaten von 600.475 Personen enthält. Die Datenbank soll bereits seit mehreren Monaten bei einem Filehoster zugänglich sein. Anonymous selbst will die Daten aber nicht veröffentlichen.
Medizinische Daten sind von der Panne nicht betroffen. Laut TGKK liege das Leck bei einem Partnerdienstleister. Dies könne zum Beispiel ein Rettungsdienst oder ein Krankenhaus sein. Die Krankenkasse wurde mittlerweile wegen ihres lachsen Umgangs mit Kundendaten für den Big-Brother-Award nominiert.
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26.09.2011
Im Internet wurde eine Datenbank veröffentlicht, welche Namen, Geburtsdaten und Adressen von 25.000 österreichischen Polizisten enthält. Diese Daten könnten sich nicht nur für Identitätsdiebe, sondern auch für kriminelle Aktionen an den Wohnorten der Polizisten eignen. Wie genau der Schaden entstand ist unklar. Veröffentlicht wurden die Daten von Personen, welche sich der Cracker-Gruppe Anonymous (Anon Austria) zurechnen.
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21.09.2011
In einer Werbe-E-Mail hatte der Fussball-Bundesligist TSG Hoffenheim versehentlich die E-Mail-Adressen von Fans und Interessenten veröffentlicht. Betroffen waren mehrere hundert Personen, die das hauseigene Internetfernsehen abonniert hatten.
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